Die Lehre Buddhas

Buddha Shakyamuni lebte als Mensch in dieser Welt vor ca. 2500 Jahren in Indien und entdeckte den Weg aus allem Leiden heraus in das grenzen- und zeitlose Glück des Erwachens. Während 45 Jahren lehrte er unermüdlich in verschiedensten Lebenssituationen alle Arten von Lebewesen, wodurch großer Nutzen entstand. Er zeigte auf, dass der Zustand dauerhafter grenzenloser Freude für alle Wesen erreichbar ist, uns dieses Glück bereits innewohnt und gab uns eine große Vielfalt von Methoden, diese uns innewohnende Freiheit von Leid zu erfahren und zu verwirklichen.

Dank der Wahrhaftigkeit und des Mitgefühls Buddhas und der Bemühungen von Generationen von Praktizierenden ist die Lehre Buddhas, der Weg des Erwachens, auch heute noch lebendig und zugänglich. Kurz zusammengefasst kann man sagen: Gib alle schädlichen Handlungen auf, übe dich in heilsamem Handeln, zähme völlig deinen eigenen Geist.

Wenn diese Lehre auch einfach erscheint, so ist sie doch auf Grund der Kraft von leidbringenden Handlungen und Denk- und Wahrnehmungsgewohnheiten nicht so leicht zu praktizieren. Jegliche authentische Dharmapraxis beinhaltet eine Schulung der drei Ebenen von Weisheit durch Hören, Kontemplieren und meditatives Üben. Dabei geht es um ein immer tieferes Verstehen und Erkennen der Wirklichkeit. Wir sollten uns glücklich schätzen, wenn alle inneren und äußeren Bedingungen zusammenkommen, dass wir der Lehre Buddhas begegnen und sie praktizieren können.

Auf dem Weg begegnen wir vielen intellektuell scheinbar unlösbaren Widersprüchen, großen psychischen Herausforderungen und allen möglichen Arten von Hindernissen, aber mit Hilfe unseres Vertrauens in die Kraft der drei Juwelen Buddha, Dharma und Sangha haben wir die Möglichkeit, alle Schwierigkeiten zum Weg des Erwachens zu nutzen. Dabei ist von unschätzbarem Wert, wenn wir authentischen Lehrern begegnen, die die Kraft haben, unsere Schleier zu durchschauen, Fehler aufzudecken und uns in heilsamem Sein anzuleiten.

"Derzeit ist unser Erleben des Geistes von Unwissenheit verschleiert, doch glücklicherweise ist diese Unwissenheit nichts, das dem Geist selbst innewohnt. Unwissenheit ist nicht die Natur des Geistes. Die dem Geist eigene Qualität ist vielmehr Weisheit. Wäre der Geist grundlegend unwissend, dann wäre es unmöglich, sich von dieser Unwissenheit zu befreien. Sogar der unwissende Geist kommt dann, wenn man ihn dazu bringt, über sich selbst nachzudenken, unweigerlich zu dem Schluss, dass an ihm tatsächlich nichts ist, das man als etwas Existentes ergreifen könnte. Mit dieser Einsicht löst sich grundlegende Unwissenheit natürlicherweise und spontan auf. Dies ist das Erwachen“.                (Shamar Rinpoche, tibetischer Mediationsmeister)